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www.isisworld.ch, Cornelia Stalder, Hauptstrasse 34, 5200 Brugg, Tel/Fax 056 44 22 000, e-mail: info@isisworld.ch
Öffnungszeiten Ladengeschäft: Di-Fr: 13.30-17.30h  / Sa: 11.00-15.00h




Samhain  31. Oktober / 1. November

auch Helloween, Apfelfest und Totenfest genannt

Die warme Jahreszeit ist endgültig vorbei. Nach den ersten frostigen Nächten fallen die Blätter von den Bäumen und das Laub nimmt nun zusehends leuchtende gelb und orange, rot und braune Farben an. Nebelschwaden steigen aus den Feldern aus und verzaubern die Landschaft. Über dem Nebel scheint oft noch die Sonne, aber sie verliert immer mehr an Kraft.

Alles Leben reduziert sich auf ein Minimum und zieht sich zurück in das Erdreich, den Schoß von Mutter Erde. Die Zeit der Fülle ist vorbei, man ist auf das angewiesen, was man sich im vergangenen Jahr erarbeitet hat, um die dunkle Zeit zu überstehen.

 Die Zugvögel sind nun in ihre Winterquartiere gezogen, die Tiere begeben sich in den Winterschlaf oder die Winterruhe, und Stille kehrt draußen ein. Auch der Mensch zieht sich in sein Haus zurück. Die Zeit der Außenaktivitäten und Ausflüge ist vorbei. Der Mensch hat mehr Zeit für Mußestunden im Kreise der Familie, auf warme Getränke und Gebäck bei einem guten Buch und Kerzenlicht.
Es ist die Zeit des Nachdenkens über das vergangene Jahr und den jetzigen Zustand. Der Mensch ist mehr mit seinem Inneren, seiner inneren Stimme verbunden.

Als "Leitspruch" für Samhain könnte man folgendes nehmen:

Wir gehen vom Außen ins Innen, um uns auszuruhen und uns vorzubereiten für die Rückkehr ins Außen.

Am Abend des 31. Oktobers wird Samhain (auch Apfelfest, Totenfest genannt) gefeiert. Samhain ist keltischen Ursprungs und findet seine christliche (natürlich später eingeführte) Entsprechung in dem Feiertag Allerheiligen. Der spätere Name "Halloween" ist auf "All Hallows´ Eve" zurückzuführen (englisch für: "Abend vor Allerheiligen"). Samhain ist ein Mondfest, d.h. eigentlich fällt es auf den Neumond rund um den Novemberanfang, doch der übliche Termin für Samhain ist die Nacht vom 31. Oktober auf den ersten November. In dieser Nacht ist die Grenze zwischen der Dieswelt und der Anderswelt sehr dünn. Die Geister der Toten statten ihren Familien und Freunden einen Besuch ab, wir zünden für sie Kerzen an und gedenken ihrer. Die Ernte ist eingefahren und man spürt das Ausatmen der Erde. Die dunkelste Zeit des Jahres beginnt. Rückzug und spirituelle Arbeit sind angezeigt.

Im Jahreskreis liegt Samhain dem Beltanefest genau gegenüber, beide Feste zusammen ergeben ein Ganzes so wie Yin und Yang. Von den meisten wird Samhain als das Neujahrsfest betrachtet - so ist es wohl auch traditionell anzusiedeln, da die Kelten einen anderen Kalender führten und alles mit der Nacht bzw. wie das neue Jahr in der dunklen Zeit begann (deswegen auch der Neumond-Termin; sonst ist ja eher der Vollmond als Kennzeichnung üblich). Einige feiern heutzutage jedoch auch Yule (21.Dez.) als das letzte Fest, da die Tage wieder länger werden. Samhain stellt sicher ein geeigneter Zeitpunkt für den Beginn dar, da zu dieser Jahreszeit ein absoluter Tiefpunkt erreicht ist, von dem aus neu begonnen werden kann. In früherer Zeit, als es nur zwei Jahreszeiten gab, kennzeichnete Samhain übrigens auch den Beginn des Winters.

In den letzten Jahren werden wir nun von einer ganz anderen Art des Ahnenfestes überrollt. Aus Amerika hat Halloween und der Kürbis bei uns Einzug gehalten. Der Kürbis ist das Symbol schlechthin für Halloween, obwohl er mit dem ursprünglichen Samhain nichts gemein hat. Diese Pflanze ist nämlich in der Neuen Welt beheimatet und demnach erst als Folge der Entdeckung Amerikas nach Europa gelangt, wo sie zunächst jedoch noch keine Rolle im besagten Brauchtum spielte. Als Laterne eingesetzt wurde der Kürbis tatsächlich erst so um das Jahr 1850 in den USA. Zu dieser Zeit gab es aufgrund einer großen Hungersnot besonders viele irische Einwanderer, die ihre Gewohnheit, ausgehöhlte Rüben als Laterne zu benutzen, auf den Kürbis übertrugen. Ist Jack o´Lantern, wie die typische Kürbisfratze genannt wird, böse? Aus christlicher Sicht ist dies wohl zu bejahen, zumindest klingt das in der Geschichte von Jack o´Lantern so. Um Schutz vor verwirrten umherirrenden Geistern zu erlangen, die ihr altes Heim nicht finden, ist ebenfalls der Brauch entstanden, sich (sozusagen als "Tarnung") gruselig zu verkleiden und lärmend durch die Gegend zu ziehen. Auch bei den Germanen findet man zeitgleich die Verkleidung wieder: am 11.11. beginnt schließlich die Fastnacht.

Die psychologische Wirkung von Samhain ist interessant, da die Auseinandersetzung mit dem Tod, der Dunkelheit und damit verbundenen (Ur-) Ängsten ganz bewusst und praktisch umgesetzt wird. Sowas wurde und wird in unserer Gesellschaft gern verdrängt, und ein Feiertag wie Allerheiligen kann das thematisch wohl kaum auffangen bzw. ist auf diese Art ja auch gar nicht dafür gedacht. Also egal, ob unabhängig vom "heidnischen Glauben" ein tieferer Sinn hinter der Halloween Party steht oder nicht, das Gruseln ist und bleibt eine Auseinandersetzung mit eigenen Ängsten auf relativ unterhaltsame Weise, ein Ahnenfest muss keinesfalls traurig und still sein.

Dekorations- und Kerzenfarben für Samhain sind schwarz, dunkelblau und dunkelgrün.


Räuchermischung Samhain
Beifuss, Copal, Iriswurzel, Myrrhe, Myrte, Muskatblüte, Salbei, Styrax, Weihrauch gold und schwarz, Wermut, Zederholz 

Neu; das magische Öl von Anna Riva zu Samhain!

Sowohl Räucherung wie auch das ätherische Öl sind im Shop erhältlich.




Yule 21. Dezember


Fest des Friedens, der Liebe und der Familie

Auch Wintersonnwende, Mitwinter, Weihnachten, Winteranfang

Die Stunden mit Tageslicht nehmen bis zu Yule täglich ab und die dunklen Stunden zu. Yule (übersetzt Rad) ist die längste Nacht des ganzen Jahres. Sie steht im Gegensatz zu Litha (Sommersonnenwende am 21. Juni) mit dem längsten Tag.
Doch selbst in dieser dunklen kalten Nacht glimmt ein Lichtfunke als Versprechen, dass die dunkle Jahreszeit bald dem Licht weichen wird: die junge Sonne (Sonnengott) wird heute Nacht wiedergeboren. Mit den langsam länger werdenden Tagen spüren wir, wie auch das Sonnenkind heranwächst und sein Licht und seine Wärme stärker wird.
 Wir feiern an Yule (ein Sonnenfest) die Ankunft des Lichtes und der Hoffnung, ohne die Gegenseite, die Dunkelheit, auszugrenzen.
Es ist die Zeit der Geheimnisse, des Unbekannten und Unsichtbaren und der neuen Hoffnung.

Die magische Differenz zwischen Sonnenjahr und den zwölf Mondmonaten ergeben zwölf Tage bzw. 13 Nächte zwischen den Jahren. Es ist die Zeit der 13 Rauhnächte die an Yule folgend gefeiert werden/wurden. Es ist eine Zeit, die den Blick in die Anderswelten gestattet, eine Zeit für abschliessende Handlungen und den seherischen Blick in die Zukunft mittels Orakel. Dazu verwendeten unsere Ahnen/-innen Räucherwerk. Schenken wir den Feuer-, Erd-, Luft- und Wassergeistern wohlriechende Kräuter und räuchern sie. Gerade die Wassergeister könnten sich mit Schnee bedanken.

Die keltischen Yule- Bräuche und –Legenden haben durch die Patriarchalisierung und Christianisierung überlebt. Der Yulebaum (Tannenbaum) wurde zum Weihnachtsbaum und hat sich trotz jahrhundertlanger Unterdückung durchgesetzt und steht heute in jeder christlichen Kirche. Das Waidenrad (Adventskranz) war bei den Kelten das Sinnbild des unendlichen Kreislaufs von Werden und Vergehen. Die vier Kerzen stellten Erde, Feuer, Wasser und Luft dar. Der junge Sonnengott zeigt sich als neugeborenes Jesuskind mit Strahlenkranz und die Göttin zur Maria. Die 13 Rauhnächte dauern vom 25. Dezember bis zum 6.Januar. Die christliche Kirche feiert dann den Drei- Königstag.


Farben für Yule sind:
 rot (Feuerfest),
gold (Sonne) und
silber (Schneekristall),
grün (Weihnachtsbaum) und
nachtblau (längste Nacht des Jahres).

Genussmittel sind Glühwein, Orangen, Äpfel, Kastanien, Gebäck, Nüsse, Zimt und anderes.

Göttinnen:
Gaia (griechische Erdgöttin) und Hestia (griechische Göttin der Weisheit und der Spiritualiät)
Sheila na Gig (irische Grossmuttergöttin)
Holla (germanische Urgöttin)

Räucherhausmischung Yule
Angelika, Kardamom, Lorbeer, Myrrhe, Myrte, Nelke, Sandelholz rot, Salbei, Orangenschale, Weihrauch rot, gold und siber, Zederholz, Zimt

Neu; das magische Öl von Anna Riva zu Yule!

Sowohl Räucherung wie auch das ätherische Öl sind im Shop erhältlich.





Imbolc  1./ 2. Februar


Auch Brigid, Licht-, Kerzen-, Reinigungs- und Feuerfest genannt

Imbolc ist ein keltisches Mondfest. Es wurde traditionell am zweiten Vollmond des Mondjahres gefeiert, als fester Termin hat sich jedoch der 1. Februar eingebürgert. Imbolc steht für ein Fest der Heilung, des Neubeginns, des Aufbruchs, der Klarheit, Inspiration, Freiheit und Visionssuche.

Der Frühling rückt langsam näher. Die Tage werden wieder deutlich länger und das Licht hat über die Dunkelheit gesiegt. Die Sonne geht jeden Tag ein bisschen früher auf und kommt schon wieder über manche Berggipfel. Auch abends ist es länger hell. Die Wiederkehr des Lichtes und das Aufkeimen des Lebens ist ein zentraler Aspekt für Imbolc, einhergehend mit Fruchtbarkeit, Erneuerung, Jugend und Frische. Die Macht des Winters wird jetzt langsam gebrochen, was durch die Schneeglöckchen oder Krokusse im Garten deutlich wird. Einige Tiere erwachen schon aus dem Winterschlaf. Die ersten Lämmer kommen zur Welt und die Schafe geben die erste Milch (oimelc: keltisch: oi= Schaf, melc= Milch), was das wichtigste Getränk der Kelten an Imbolc war.

Es ist eine Zeit des Neuanfangs und der Reinigung und der Loslösung von Altem - sowohl spirituell als auch praktisch. Wir feiern die zunehmende Kraft der Sonne und das Erwachen der Natur mit Kerzen und Feuer und ehren das Licht des Lebens. Pläne werden geschmiedet und Ideen geboren und wir befragen das Orakel über das Kommende. In diesem Sinne ist der Frühjahrsputz gar nicht überholt und fehl am Platze, sondern passt ganz gut in alte Traditionen! Das Ausräuchern der bösen Geister wird zelebriert. Altlasten werden entsorgt und Wohnung, Arbeitsplatz, etc. werden gereinigt (Putzen und räuchern)
Das Thema ist bereits im  Monatsnamen Februar (februarius; zur Reinigung gehörend) enthalten.

Die christliche Kirche hat ihre Feste immer in die Nähe der alten keltischen Feste gelegt und mit neuen Inhalten überlagert. So wurde aus der dreifaltigen (Jungfrau, Mutter, Greisin) und starken Göttin Brigid die heilige Bridget oder Brigit, die zum Christentum übertrat und ein Kloster gründete. Das ursprüngliche Fest der grossen Göttin des Lichtes und Feuers, der Dichtkunst und Heilkunst, der Inspiration und Weissagung wurde zur Maria Lichtmesse. Sie hat nun auch gar nichts mit Messe zu tun: Bei den Kelten bedeutete Imbolc, dass das Licht ab jetzt zu messen sei (zum Beispiel mit einer Säule – in jeder Sonnenuhr zu finden.) Der Lichtaspekt wurde zwar beibehalten, doch die unabhängige und machtvolle, inspirierende und intellektuelle Kraft der grossen Göttin ging verloren. Ein wichtiger Aspekt von Imbolc ist die Tatsache, dass die junge Frau geehrt wird und mit ihr auch das Licht zurückkehrt.

Nach Imbolc war der Beginn der Fastenzeit (wurde ebenfalls vom Christentum übernommen mit dem Aschermittwoch).
Auf der einen Seite ist Imbolc ein sehr ausgelassenes Fest. Das nahende Ende des Winters wurde mit viel Tanz gefeiert und mit viel Lärm wurden der Winter und die bösen Geister vertrieben (heute die Fastnacht). Auf der anderen Seite ist die Reinigung und das innere Dunkel hinter sich zu lassen eine eher stille und konzentrierte Angelegenheit. Also beinhaltet das Fest beide Aspekte: das Wilde und das Ruhige (Kundalinimeditation).

Die Rituale zu Imbolc orientieren sich am Licht, der Reinigung und Erneuerung. Wir reinigen uns und unsere Umgebung (wie schon gesagt: der Frühjahrsputz im Haus) und kehren den Winter aus unserem Haus. Das Ausräuchern der bösen Geister wurde zelebriert. Altlasten werden entsorgt und Wohnung, Arbeitsplatz, etc. werden gereinigt (Putzen und räuchern) Daher ist unser Frühjahrsputz weder überholt, noch fehl am Platz, sondern er passt ganz gut in diese alte Tradition.

Farben für Imbolc sind weiss (Licht, Reinheit und Klarheit), Silber (Mond) und Rot (Feuer), auch weiss und grün (zeigt den Übergang vom Winter/Schnee zum Frühling/keimende Pflanzen)
Als Blumenschmuck eignen sich Schneeglöckchen, Krokusse und Birke (Baum der Brigid).
Bei den Kerzen nimmt man die jeweiligen Farben, die zu Imbolc gehören ( in der Regel weisse und rote), aber auch Honigwachskerzen sind treffend.
Imbolc ist ein Fastentag, es gibt kein Festmahl an diesem Fest. Wer nicht fasten möchte, sollte an diesem Tag nicht zu üppig essen. Milchprodukte (Milch, Joghurt, Quark, Frischkäse) und Honig (und auch Met) wurde getrunken und gegessen. Außerdem wurden kleine, runde Brote gebacken, oder später auch runde Waffeln mit Schlagsahne gegessen. Die runde Form des Gebäcks steht für das Sonnenrad und den Kreislauf des Lebens.

Da Imbolc ein Fest des Lichts, der Reinigung und des Neubeginns ist, sind die Rituale und Bräuche dieses Festes damit verknüpft.
Es ist Zeit, Deinen Körper und Deine Seele zu reinigen (zum Beispiel mit entschlackenden/entsäuernden Tees und einem Meersalzbad). Entzünde symbolisch ein neues Feuer in Deinem Herzen. Natürlich sollte die Reinigung nicht hier aufhören. Es ist der Beginn des großen Frühjahrsputzes. Reinige und räuchere Dein Haus oder Deine Wohnung aus.
Die Zeit der Planung ist auch gekommen und damit eine gute Gelegenheit zu überlegen, was man sich für die kommenden Monate vornehmen möchte und befragt das Orakel.
Früher wurde zu diesem Fest das Saatgut für die kommende Pflanzzeit gesegnet, um ein gutes Wachstum zu begünstigen; es wäre also ein guter Zeitpunkt, mit der Voraussaat im Blumentopf zu beginnen. Um der Mutter Erde für die Nahrung des letzten Jahres zu danken, dürfen wir auch einmal etwas Milch auf die Erde giessen.

Räuchermischung Imbolc
Lavendel, Lemongrass, BeifussWeihrauch silber und rot, Myrrhe, Lorbeer, Salbei, Copal, Pfefferminze, Rosmarin
 

Neu; das magische Öl von Anna Riva zu Imbolc!

Sowohl Räucherung wie auch das ätherische Öl sind im Shop erhältlich.





Ostara   21. März


Frühlings-Tagundnachtgleiche

Zweimal im Jahr, nämlich zu den Tagundnachtgleichen befindet sich die Natur im Gleichgewicht. Die Tage sind gleich lang wie die Nächte. Am 21. März ist Frühlings-Tagundnachtgleiche– eine Zeit des Aufbruchs und des Wachstums. In der Natur wächst alles, hat aber noch seinen Winterschutz. Die Kraft der Neugeburt sprengt die Erde – es spriesst. Das Neue schafft sich seinen Raum. Nach der langen Zeit der Innenorientierung beginnt nun wieder die Zeit der vermehrten Außenkontakte und die Zeit der Fülle.

Ein untrügliches Zeichen für den Frühlingsbeginn ist das Konzert der Vögel. Viele sind bereits aus ihren südlichen Überwinterungsgebieten zu uns zurückgekehrt und begleiten jeden Morgen unser Erwachen mit ihrem Gesang. Ab dem 21. März sind die Tage wieder länger als die Nächte. Es ist der offizielle Frühlingsanfang. Passend zum Frühlingsanfang symbolisiert Ostara auch den Osten und die Morgenröte.

Da die Vogelwelt ebenso wie die Hühner in der Winterzeit keine Eier legen, galt der Beginn des neuen Eierlegens als sicheres Zeichen für den Frühling, für die neu beginnende Fruchtbarkeit. Hierdurch ist auch der Brauch des Eiersuchens entstanden. Die früher nicht eingesperrten Hühner legten diese ersten Eier natürlich irgendwo in der Gegend ab, also blieb den Menschen nichts anderes übrig, als diese zu suchen.

Die germanische Göttin Ostara ist die Namensgeberin unseres christlichen Osterfestes. Sie bringt das neue Licht und den neuen Frühling. Sie ist die Göttin des strahlenden Lichtes, der Erneuerung und des beginnendes Lebens. Sie ist die Göttin der Reinheit.

Ihr heiliger Baum ist die Birke, ihre heiligen Tiere sind Hasen, da sie sehr früh im Jahr Junge bekommen. Das Zeichen von Ostara ist das Ei (Urzelle allen Lebens). Überall wo sie hintritt, fängt es an zu wachsen und zu blühen. Früher wurden die Eier rot angemalt und symbolisierten das frische Blut der Göttin. Zu Ostara feiert man die Fruchtbarkeit und das Ende des Winters. Dies ist auch der Grund, warum das Osterfest mit Eiern und Hasen begangen wird. Die Fruchtbarkeits-Symbolik ist jedoch bei beiden Festen (Ostern und Ostara) gleich und auch das Thema "Auferstehung" spielt bei beiden eine wichtige Rolle: Beim heidnischen Ostara ist es die Auferstehung des neuen Vegetationsjahres und beim christlichen Ostern die Auferstehung des Gottessohnes.

Die Farben der Kerzen und der Dekoration sind grün in allen Schattierungen, gelb oder gold, weiss und grün.

Räuchermischung Ostara
Weihrauch gold und grün, Myrrhe, Salbei, Pfefferminze, Muskatblüte, Lemongrass, Rose


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Beltane  30.April / 1.Mai

Auch Walpurgisnacht genannt

In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wird Beltane gefeiert. Das Fest ist auch unter dem Begriff Walpurgisnacht bekannt. Beltane kann als“ leuchtendes Feuer“ (Bel bedeutet strahlend, leuchtend, glänzend/ Tane heisst Feuer) übersetzt werden, es ist eines der vier Mondfeste und ist das erste Sommerfest im Jahreskreis. Beltane wird gekennzeichnet durch die Wiederkehr der Vitalität, der Lebensfreude, der Fruchtbarkeit und Leidenschaft, der Schönheit der Natur und der Selbstentfaltung und Hoffnung. Der harte Winter ist überstanden, die Tage sind schon deutlich länger als die Nächte und der Frühling ist voll im Gange. An allen Ecken blüht und spriesst es und die jungen Pflanzen sind grün und saftig. Der Wunsch nach Kindern, nach fruchtbarem Land, fruchtbaren Tieren und fruchtbaren Träumen der Seele rückte in das Bewusstsein der Feiernden. Im Mai lebt die Erde auf, die Luft ist von Blütenduft erfüllt, die Wälder sind wieder grün. Der Beginn der warmen Jahreszeit wird gefeiert.
Beltane ist der höchste Feiertag (neben Samhain 31.Oktober)des Jahreskreises. Unter Anderem geht es um die Vereinigung des weiblichen und des männlichen Prinzips. Die helle Jahreshälfte beginnt.

Der Sonnengott, der in der Zwischenzeit von Jul (21. Dezember) bis Beltane zum geschlechtsreifen Jüngling herangewachsen ist, übernimmt nun wieder der Herrschaft über die Zeit. Die Mondgöttin, die die Fruchtbarkeit symbolisiert, ist zur fruchtbaren Jungfrau herangewachsen. Mann und Frau, männlich und weiblich sind nun herangereift, um Neues zu schaffen. Die Natur bricht auf, die Sonnenkraft nährt und stärkt.

Wie auch bei den anderen Jahreskreisfesten wollten die Christen das keltische Fest nicht dulden, aber sie schafften es auch nicht ab. Daher haben sie ihr eigenes Fest über Beltane „gestülpt“. Walpurga, eine Äbtissin des Klosters Heidenheim, die entweder am 1. Mai heilig gesprochen wurde oder deren Gebeine am 1. Mai nach Eichstätt überführt wurden, oder vielleicht auch beides, wurde fortan an diesem Datum geehrt und gefeiert. Der Name "Walpurga" weist übrigens auf die Walküren (heidnisch germanische Priesterinnen) hin. In der Folge hat es denn auch nicht geklappt, aus dem Maifest ein christliches Fest zu machen. Denn egal, ob man das Fest Beltane oder Walpurgisnacht nennt, bleibt es doch ein Fest mit keltischem und erotischem Touch. Vielerorts wird noch heute in der Nacht auf den 1. Mai ein Maibaum aufgestellt und reich geschmückt. Häufig ist der Maibaum eine junge Birke. Der Maibaum symbolisierte die männliche Fruchtbarkeit, junge Menschen umtanzen den Maibaum beim Tanz in den Mai. Die jungen Männer verkleideten sich häufig mit Hirschgeweih, um den gehörnten Gott der Männlichkeit zu ehren. Daraus machten die Christen später den Teufel, und dichteten den beteiligten Frauen Buhlschaft mit dem Teufel an, um sie anschliessend verbrennen zu lassen.

Man kann sich gut vorstellen, welche Gerüchte und Verteufelungen daraus entstanden sind, die dann im Mittelalter – unter anderem natürlich - zur Hexenverfolgung geführt haben.

Die Kerzen- und Dekorationsfarben für Beltane sind rot.


Räuchermischung Beltane
Iriswurzel, Labdanum, Myrrhe, Myrte, Patchouli, Rosenblüten, Sandelholz rot, Styrax, Weihrauch rot, Zimt, Damian


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Sowohl Räucherung wie auch das ätherische Öl sind im Shop erhältlich.




Litha  21. Juni


Auch Sommersonnenwende, Mittsommer bzw. Midsomar, Johannisfest genannt

Am 21. Juni wird Litha (kommt aus dem Keltischen und bedeutet „Liebe“) gefeiert. Es ist der Tag des Jahres mit den meisten Sonnenstunden und der kürzesten Nacht. Nun ist der Wendepunkt erreicht. Unser Dank gilt der Kraft der Sonne, die unser aller Leben erst ermöglicht. Die Sonne hat ihren höchsten Stand erreicht. Es ist der längste Tag des Jahres, die Natur ist voller Leben.

Die Natur erblüht in voller Blüte und Beeren aller Sorten ( vor allem Johanniskraut,- beeren und –nüsse) können geerntet werden. Schwärme von Johanniskäfern (Glühwürmchen) sind in der Nacht zu sehen. An Litha wird das Leben in seiner Pracht gefeiert. Die Sonne und das Licht wird geehrt und die erste Ernte gesegnet. Früher wurden abends Feuerräder (aus Holz und Stroh) die Berge und Hügel hinab ins Tal gesandt als Zeichen dafür, dass die Kraft der Sonne ab jetzt wieder abnimmt. Der Sprung durch das Feuer oder der  Tanz im Rauch der Litha- Räucherung reinigte das Seelenkleid von negativen  Energien.

Es ist ein guter Zeitpunkt, zu orakeln, mit Naturgeistern in Kontakt zu treten, Altes loszulassen und Sorgen dem Sonnenwendfeuer symbolisch zu verbrennen. Die Schicksalsfäden werden an diesem Tag neu gesponnen. Man kann um Segen seiner Wünsche und Schutz bitten.

Nach dem 21. Juni werden die Tage ganz allmählich wieder kürzer. Die ersten sommerheißen Tage liegen hinter uns, auch gewittert hat es schon ordentlich. Nun macht sich die Sonne wieder auf den Weg ins Winterlager, gönnt uns vorher aber noch den Hochsommer, also Höhepunkt und Abschied.

Litha ist eines der 4 großen Sonnenfeste im Jahreskreis. Ihr Gegenstück ist Yule (Wintersonnwende am 21.Dezember). Die Kelten feierten Litha und Yule zwölf Tage lang. Zu alten Zeiten der Kelten trugen die Menschen in dieser Zeit Rauten (ruta graveolens) in ihren Händen und/oder Taschen um sich vor negativen Einflüssen zu schützt (Rautenzug am Brugger Jugendfest).

Laut etlichen Kulturanthropologen ist es ein spezielles Sonnenfest, bei dem der Sonnengott oder auch sein Stellvertreter, bei den Kelten z.B. der so genannte "Eichenkönig" Belenos oder Baldur, einen rituellen blutigen Tod erleidet. Also geht es darum, die Sonne zu feiern und zu verabschieden. Vielfach artete der blutige Tod in Enthauptung oder auch Zerfleischung aus. Im ganzen vorderen Orient wurden die damaligen Sonnenkönige unter diesen Umständen ermordet. Einer der ältesten Namen von Tammuz oder Nimrod war interessanterweise "OANNES"., als er gemäß der Mysterien zurückkehrte, nachdem er erschlagen wurde. Klingt ja wirklich ähnlich wie "JOHANNES". Oannes wird auch "Fischgott" genannt und Bacchus wird eben auch "Ichtys, "der Fisch" genannt. Alles interessante Zusammenhänge, wo das heutige Fest ja von der katholischen Kirche daraus das Fest zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers (Johannistag am 23./24. Juni; es ist die Nacht der Gnade, altes wird vergeben) machte.  Johannes taufte mit Wasser. Jesus wurde mit dem Fisch assoziiert, der Menschenfischer... Und auch Johannes der Täufer wurde ja letztendlich enthauptet, wie seine vielen mythologischen Vorgänger. Die Tochter des Herodes verlangt nach einem überaus erotisch-ekstatischen Tanz als Belohnung den Kopf des Johannes auf einem goldenen Tablett - beides Sonnensymbole.

Wie an den Tagen der Jahreskreisfeste üblich, sind in dieser Nacht die Tore zwischen den Welten weiter offen als sonst. Daher ist es wichtig, ein Feuer zu entzünden oder sich anderweitig zu schützen, damit böse Geister ferngehalten werden.
Als Farben von Litha gelten Rot in allen Schattierungen vermischt mit bunten Farben oder einzeln zu tragen und zu dekorieren wie kräftiges Gelb, Grün und Blau.


Die Sonne als weibliche Göttin

Zu guter Letzt möchte noch darauf hinweisen werden, dass in mythologischen Forschungen, besonders der Germanen und Kelten, die Sonne eine weibliche Gottheit war mit dem Namen SOL oder SUL, deren "abgetrennter goldener Kopf" noch heute im englischen Bath im Museum zu besichtigen ist.( Wieder der abgetrennte Kopf)
Sul ist auch noch in "IRMINSUL" enthalten, der Weltensäule.
Die Letten nennen sie Saule. Diese Saule sitzt auf dem Himmelsberg.

Diese Sonnengöttin wurde vor allem in matriarchalen Kulturen verehrt, wo die Frau noch ihren Platz als Priesterin, Heilerin, Kriegerin, Seherin und Schamanin hatte. Sie tanzten an diesem Fest auf den höchsten Bergen und hatten dort natürlich auch ihre Freudenfeuer.

Vor allem die nordischen Völker verehrten Sonnengöttinnen. Die Germanen, wie die Lappen, Balten, Kelten...

Auch bei den Griechen ist die Mutter des späteren männlichen Sonnengottes HELIOS die Titanin THEIA (= die Göttliche), die auch "EURYPHAESSA (= die weithin Leuchtende) genannt wird. Ihre Töchter waren EOS (= die Morgenröte) und SELENE. Also auch hier war die Sonne ursprünglich eine weibliche Göttin.

Auch die Inder hatten zuerst eine weibliche Sonnengöttin namens SURYA, die später zum männlichen Sonnengott SURYA wurde, wie das oft der Fall war im Zuge der Patriarchalisierung.

In Japan haben wir die AMATERASU.


Räuchermischung  Litha
Andornkraut, Alantwurzel, Beifuss, Benzoe Siam, Dammar, Johanniskraut, Lavendel, Orangenschale, Patchouli, Weihrauch rot und gold


Neu; das magische Öl von Anna Riva zu Litha!

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Lughnasad  1. August


Auch Lammas und Schnitterfest genannt

In der Nacht zum 1. August wird Lughnasad gefeiert. Es ist ein Fest der Weizenernte, ein Schnitterfest. Dieser Tag zeigt nun das allmähliche Ende des Hochsommers an. Wir können schon die ersten Ernten einbringen.

Anfang August merkt man auch schon deutlich, dass die Tage allmählich wieder kürzer werden. Es ist zwar häufig noch brütend heiss, man redet ja auch von den Hundstagen, aber die Richtung des Jahreslaufes ist klar: es geht jetzt auf den Herbst zu. Insofern ist Lughnasad nicht nur ein Fest der Fülle, sondern auch des Abschiednehmens von der Sonne (was im Schoß der Erde ruhte und durch die Kraft der Sonne wachsen durfte, wird nun geerntet).

An Lughnasad wird der Beginn der Erntezeit, wohingegen an Mabon (Herbst Tagund nachtgleiche) am 21. September das Ende (Erntedankfest), gefeiert wird.
Der Name Lughnasad kommt vom keltischen Gott Lugh, dem Licht- und Sonnengott. Für die Kelten war es ein Lichtfest, übersetzt heisst Lughnasad „Hochzeit des Lichts“.

Unter der Lichthochzeit muss eine Lichtverbindung zwischen Himmel und Erde verstanden worden sein, die dem Volk durch die Priesterschaft sehr konkret erlebbar demonstriert worden ist am Höhepunkt der Weihehandlung. Es muss ein sichtbarer Energieübertritt erfolgt sein, ein oder mehrere Lichtblitze, die von der Erde zum Himmel auffuhren, eine "Himmelfahrt" (Maria-Himmelfahrt wie es später von der katholisches Kirche genannt wurde) Vielleicht eine stehende Licht-Säule. Jedenfalls ein großartiges Schauspiel des Lichts, das alle beeindruckt haben muss.

Schnitterfest deshalb, weil zu diesem Zeitpunkt die erste Kornernte eingebracht worden ist. Die Bauern haben also allen Anlass, ein fröhliches Fest zu feiern, denn eine wichtige Etappe in ihrem Anbaujahr ist bewältigt, ein Grossteil der lebenswichtigen Wintervorräte ist geerntet und sicher unter Dach und Fach.

Lammas- Der andere Name des Augustfestes leitet sich von Hlaf-mass (Laib-Messe) her, eine Messe, bei der die Getreideernte bzw. die Brotlaibe gesegnet werden und stammt aus dem frühen christlichen Brauchtum ab.

Traditionell wird zu Lughnasad das erste Mal Brot aus dem neuen Getreide gebacken.

Lughnasad ist auch eine gute Gelegenheit, den Grossteil der Kräuterernte abzuschliessen. Durch das heisse Wetter und den vorangeschrittenen Sommer, sind die Wirkstoffe der Kräuter auf dem höchsten Niveau. Daher sollte man alle geeigneten Kräuter um diese Zeit sammeln.

Traditionell werden an diesem Tag die geernteten Kräuter gesegnet, früher im Namen der Göttin, später nach der Christianisierung im Namen Marias.
Es bietet sich also an, einen Kräuterstrauss zusammen zu stellen zum Dekorieren. Später lässt man diesen trocknen, dann hat man für den Winter einen Notvorrat an Heilkräutern.

Farben für Lughnasad sind: goldgelb, orange, grün und braun.

Übrigens wurde am 15. August der Geburtstag der Göttin Isis gefeiert...   


Räuchermischung Lughnasad

Angelikawurzel, Copal, Labdanum, Lavendel,
Orangenschale, Patchouli, Myrrhe, Rosmarin, Sandelholz, Weihrauch grün und gold

Neu; das magische Öl von Anna Riva zu Lughnasad!

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Mabon  21. September


Herbst Tag- und Nachtgleiche

Auch Entedankfest genannt

Jetzt wird der Herbst allmählich sichtbar. Die Nächte sind schon genauso lang, wie die Tage. Es gilt Abschied zu nehmen vom Sommer. Jetzt ist er wirklich vorbei. Wir können eine reiche Ernte geniessen und in vollen Zügen feiern. Dieses Ende des Sommers beschenkt uns mit all seinen Früchten.

Im Verlauf dieser jahreszeitlichen Schwankungen gibt es nicht nur einen kürzesten und einen längsten Tag, sondern auch zwei Tage, an denen die Dauer des Tages mit Sonnenlicht und die Dauer der Nacht ohne Sonnenlicht gleich sind. Von da ab sind die Nächte länger als die Tage, bzw. umgekehrt. Für den Herbst bedeutet das die nächste Stufe des Abschieds vom Sommer.

Diese Tag-und-Nacht-Gleichen finden am 21. März (Ostara) und am 21. September statt.

"Mabon" ist ursprünglich eine mythische keltische Gestalt und bedeutet „grosser Sohn“. Es ist das zweite der Erntefeste und markiert das Ende der Erntezeit, so wie zu Lugnasadh der Erntebeginn eingeläutet wird.

Völlig unabhängig von den Festgewohnheiten der Menschen begeht die Natur ihr eigenes Fest. An allerlei Sträuchern und Bäumen reifen die Beeren heran. Manche dieser Beeren sind süss und lecker, andere eher herb aber medizinisch verwendbar oder sauer und vitaminreich, um uns über die dunkle Jahreszeit zu bringen. (Z. Bsp. Hagebutten gehören zu den Wildfrüchten, die wertvolle Begleiter im Winter sind. ) Besonders traditions- und naturverbunden ist die Zeit der Weinlese in Gegenden, wo Wein angebaut wird. Die Winzer leben ihr Leben im Rhythmus des Sonnenjahres.
Ausser Früchten und Beeren reifen auch Nüsse im Herbst. Nüsse sind nicht nur gute Energieträger, sondern sie bieten auch reichlich Eiweisse, die helfen, im Winter bei Kräften zu bleiben.

Auch viele Tiere sind dafür bekannt, im Herbst so viele Nüsse wie möglich zu horten. Das hilft ihnen, im Winter nicht zu verhungern.

Zu Herbstbeginn kann man die Zeit nutzen, um sich zu fragen, wie das Jahr bislang gelaufen ist, welche Ziele man erreicht hat und welche noch offen sind. Jetzt ist noch genügend Zeit, um einiges nachzuholen und zu ergänzen, was bisher nicht optimal geklappt hat. Nutzen wir also die herbstliche Tagundnachtgleiche für eine Zwischen-Bestandsaufnahme, um am Ende des Jahres mit uns zufrieden sein zu können, damit die dunkle Jahreszeit als Zeit der Reflektion und des Friedens verbracht werden kann.

Dekorationfarben sind orange, dunkelrot und braun.

Samhain  31. Oktober / 1. November

auch Helloween, Apfelfest und Totenfest genannt

Die warme Jahreszeit ist endgültig vorbei. Nach den ersten frostigen Nächten fallen die Blätter von den Bäumen und das Laub nimmt nun zusehends leuchtende gelb und orange, rot und braune Farben an. Nebelschwaden steigen aus den Feldern aus und verzaubern die Landschaft. Über dem Nebel scheint oft noch die Sonne, aber sie verliert immer mehr an Kraft.

Alles Leben reduziert sich auf ein Minimum und zieht sich zurück in das Erdreich, den Schoß von Mutter Erde. Die Zeit der Fülle ist vorbei, man ist auf das angewiesen, was man sich im vergangenen Jahr erarbeitet hat, um die dunkle Zeit zu überstehen.

 Die Zugvögel sind nun in ihre Winterquartiere gezogen, die Tiere begeben sich in den Winterschlaf oder die Winterruhe, und Stille kehrt draußen ein. Auch der Mensch zieht sich in sein Haus zurück. Die Zeit der Außenaktivitäten und Ausflüge ist vorbei. Der Mensch hat mehr Zeit für Mußestunden im Kreise der Familie, auf warme Getränke und Gebäck bei einem guten Buch und Kerzenlicht.
Es ist die Zeit des Nachdenkens über das vergangene Jahr und den jetzigen Zustand. Der Mensch ist mehr mit seinem Inneren, seiner inneren Stimme verbunden.

Als "Leitspruch" für Samhain könnte man folgendes nehmen:

Wir gehen vom Außen ins Innen, um uns auszuruhen und uns vorzubereiten für die Rückkehr ins Außen.

Am Abend des 31. Oktobers wird Samhain (auch Apfelfest, Totenfest genannt) gefeiert. Samhain ist keltischen Ursprungs und findet seine christliche (natürlich später eingeführte) Entsprechung in dem Feiertag Allerheiligen. Der spätere Name "Halloween" ist auf "All Hallows´ Eve" zurückzuführen (englisch für: "Abend vor Allerheiligen"). Samhain ist ein Mondfest, d.h. eigentlich fällt es auf den Neumond rund um den Novemberanfang, doch der übliche Termin für Samhain ist die Nacht vom 31. Oktober auf den ersten November. In dieser Nacht ist die Grenze zwischen der Dieswelt und der Anderswelt sehr dünn. Die Geister der Toten statten ihren Familien und Freunden einen Besuch ab, wir zünden für sie Kerzen an und gedenken ihrer. Die Ernte ist eingefahren und man spürt das Ausatmen der Erde. Die dunkelste Zeit des Jahres beginnt. Rückzug und spirituelle Arbeit sind angezeigt.

Im Jahreskreis liegt Samhain dem Beltanefest genau gegenüber, beide Feste zusammen ergeben ein Ganzes so wie Yin und Yang. Von den meisten wird Samhain als das Neujahrsfest betrachtet - so ist es wohl auch traditionell anzusiedeln, da die Kelten einen anderen Kalender führten und alles mit der Nacht bzw. wie das neue Jahr in der dunklen Zeit begann (deswegen auch der Neumond-Termin; sonst ist ja eher der Vollmond als Kennzeichnung üblich). Einige feiern heutzutage jedoch auch Yule (21.Dez.) als das letzte Fest, da die Tage wieder länger werden. Samhain stellt sicher ein geeigneter Zeitpunkt für den Beginn dar, da zu dieser Jahreszeit ein absoluter Tiefpunkt erreicht ist, von dem aus neu begonnen werden kann. In früherer Zeit, als es nur zwei Jahreszeiten gab, kennzeichnete Samhain übrigens auch den Beginn des Winters.

In den letzten Jahren werden wir nun von einer ganz anderen Art des Ahnenfestes überrollt. Aus Amerika hat Halloween und der Kürbis bei uns Einzug gehalten. Der Kürbis ist das Symbol schlechthin für Halloween, obwohl er mit dem ursprünglichen Samhain nichts gemein hat. Diese Pflanze ist nämlich in der Neuen Welt beheimatet und demnach erst als Folge der Entdeckung Amerikas nach Europa gelangt, wo sie zunächst jedoch noch keine Rolle im besagten Brauchtum spielte. Als Laterne eingesetzt wurde der Kürbis tatsächlich erst so um das Jahr 1850 in den USA. Zu dieser Zeit gab es aufgrund einer großen Hungersnot besonders viele irische Einwanderer, die ihre Gewohnheit, ausgehöhlte Rüben als Laterne zu benutzen, auf den Kürbis übertrugen. Ist Jack o´Lantern, wie die typische Kürbisfratze genannt wird, böse? Aus christlicher Sicht ist dies wohl zu bejahen, zumindest klingt das in der Geschichte von Jack o´Lantern so. Um Schutz vor verwirrten umherirrenden Geistern zu erlangen, die ihr altes Heim nicht finden, ist ebenfalls der Brauch entstanden, sich (sozusagen als "Tarnung") gruselig zu verkleiden und lärmend durch die Gegend zu ziehen. Auch bei den Germanen findet man zeitgleich die Verkleidung wieder: am 11.11. beginnt schließlich die Fastnacht.

Die psychologische Wirkung von Samhain ist interessant, da die Auseinandersetzung mit dem Tod, der Dunkelheit und damit verbundenen (Ur-) Ängsten ganz bewusst und praktisch umgesetzt wird. Sowas wurde und wird in unserer Gesellschaft gern verdrängt, und ein Feiertag wie Allerheiligen kann das thematisch wohl kaum auffangen bzw. ist auf diese Art ja auch gar nicht dafür gedacht. Also egal, ob unabhängig vom "heidnischen Glauben" ein tieferer Sinn hinter der Halloween Party steht oder nicht, das Gruseln ist und bleibt eine Auseinandersetzung mit eigenen Ängsten auf relativ unterhaltsame Weise, ein Ahnenfest muss keinesfalls traurig und still sein.

Dekorations- und Kerzenfarben für Samhain sind schwarz, dunkelblau und dunkelgrün.


Räuchermischung Samhain
Beifuss, Copal, Iriswurzel, Myrrhe, Myrte, Muskatblüte, Salbei, Styrax, Weihrauch gold und schwarz, Wermut, Zederholz 

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Yule 21. Dezember


Fest des Friedens, der Liebe und der Familie

Auch Wintersonnwende, Mitwinter, Weihnachten, Winteranfang

Die Stunden mit Tageslicht nehmen bis zu Yule täglich ab und die dunklen Stunden zu. Yule (übersetzt Rad) ist die längste Nacht des ganzen Jahres. Sie steht im Gegensatz zu Litha (Sommersonnenwende am 21. Juni) mit dem längsten Tag.
Doch selbst in dieser dunklen kalten Nacht glimmt ein Lichtfunke als Versprechen, dass die dunkle Jahreszeit bald dem Licht weichen wird: die junge Sonne (Sonnengott) wird heute Nacht wiedergeboren. Mit den langsam länger werdenden Tagen spüren wir, wie auch das Sonnenkind heranwächst und sein Licht und seine Wärme stärker wird.
 Wir feiern an Yule (ein Sonnenfest) die Ankunft des Lichtes und der Hoffnung, ohne die Gegenseite, die Dunkelheit, auszugrenzen.
Es ist die Zeit der Geheimnisse, des Unbekannten und Unsichtbaren und der neuen Hoffnung.

Die magische Differenz zwischen Sonnenjahr und den zwölf Mondmonaten ergeben zwölf Tage bzw. 13 Nächte zwischen den Jahren. Es ist die Zeit der 13 Rauhnächte die an Yule folgend gefeiert werden/wurden. Es ist eine Zeit, die den Blick in die Anderswelten gestattet, eine Zeit für abschliessende Handlungen und den seherischen Blick in die Zukunft mittels Orakel. Dazu verwendeten unsere Ahnen/-innen Räucherwerk. Schenken wir den Feuer-, Erd-, Luft- und Wassergeistern wohlriechende Kräuter und räuchern sie. Gerade die Wassergeister könnten sich mit Schnee bedanken.

Die keltischen Yule- Bräuche und –Legenden haben durch die Patriarchalisierung und Christianisierung überlebt. Der Yulebaum (Tannenbaum) wurde zum Weihnachtsbaum und hat sich trotz jahrhundertlanger Unterdückung durchgesetzt und steht heute in jeder christlichen Kirche. Das Waidenrad (Adventskranz) war bei den Kelten das Sinnbild des unendlichen Kreislaufs von Werden und Vergehen. Die vier Kerzen stellten Erde, Feuer, Wasser und Luft dar. Der junge Sonnengott zeigt sich als neugeborenes Jesuskind mit Strahlenkranz und die Göttin zur Maria. Die 13 Rauhnächte dauern vom 25. Dezember bis zum 6.Januar. Die christliche Kirche feiert dann den Drei- Königstag.


Farben für Yule sind:
 rot (Feuerfest),
gold (Sonne) und
silber (Schneekristall),
grün (Weihnachtsbaum) und
nachtblau (längste Nacht des Jahres).

Genussmittel sind Glühwein, Orangen, Äpfel, Kastanien, Gebäck, Nüsse, Zimt und anderes.

Göttinnen:
Gaia (griechische Erdgöttin) und Hestia (griechische Göttin der Weisheit und der Spiritualiät)
Sheila na Gig (irische Grossmuttergöttin)
Holla (germanische Urgöttin)

Räucherhausmischung Yule
Angelika, Kardamom, Lorbeer, Myrrhe, Myrte, Nelke, Sandelholz rot, Salbei, Orangenschale, Weihrauch rot, gold und siber, Zederholz, Zimt

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Imbolc  1./ 2. Februar


Auch Brigid, Licht-, Kerzen-, Reinigungs- und Feuerfest genannt

Imbolc ist ein keltisches Mondfest. Es wurde traditionell am zweiten Vollmond des Mondjahres gefeiert, als fester Termin hat sich jedoch der 1. Februar eingebürgert. Imbolc steht für ein Fest der Heilung, des Neubeginns, des Aufbruchs, der Klarheit, Inspiration, Freiheit und Visionssuche.

Der Frühling rückt langsam näher. Die Tage werden wieder deutlich länger und das Licht hat über die Dunkelheit gesiegt. Die Sonne geht jeden Tag ein bisschen früher auf und kommt schon wieder über manche Berggipfel. Auch abends ist es länger hell. Die Wiederkehr des Lichtes und das Aufkeimen des Lebens ist ein zentraler Aspekt für Imbolc, einhergehend mit Fruchtbarkeit, Erneuerung, Jugend und Frische. Die Macht des Winters wird jetzt langsam gebrochen, was durch die Schneeglöckchen oder Krokusse im Garten deutlich wird. Einige Tiere erwachen schon aus dem Winterschlaf. Die ersten Lämmer kommen zur Welt und die Schafe geben die erste Milch (oimelc: keltisch: oi= Schaf, melc= Milch), was das wichtigste Getränk der Kelten an Imbolc war.

Es ist eine Zeit des Neuanfangs und der Reinigung und der Loslösung von Altem - sowohl spirituell als auch praktisch. Wir feiern die zunehmende Kraft der Sonne und das Erwachen der Natur mit Kerzen und Feuer und ehren das Licht des Lebens. Pläne werden geschmiedet und Ideen geboren und wir befragen das Orakel über das Kommende. In diesem Sinne ist der Frühjahrsputz gar nicht überholt und fehl am Platze, sondern passt ganz gut in alte Traditionen! Das Ausräuchern der bösen Geister wird zelebriert. Altlasten werden entsorgt und Wohnung, Arbeitsplatz, etc. werden gereinigt (Putzen und räuchern)
Das Thema ist bereits im  Monatsnamen Februar (februarius; zur Reinigung gehörend) enthalten.

Die christliche Kirche hat ihre Feste immer in die Nähe der alten keltischen Feste gelegt und mit neuen Inhalten überlagert. So wurde aus der dreifaltigen (Jungfrau, Mutter, Greisin) und starken Göttin Brigid die heilige Bridget oder Brigit, die zum Christentum übertrat und ein Kloster gründete. Das ursprüngliche Fest der grossen Göttin des Lichtes und Feuers, der Dichtkunst und Heilkunst, der Inspiration und Weissagung wurde zur Maria Lichtmesse. Sie hat nun auch gar nichts mit Messe zu tun: Bei den Kelten bedeutete Imbolc, dass das Licht ab jetzt zu messen sei (zum Beispiel mit einer Säule – in jeder Sonnenuhr zu finden.) Der Lichtaspekt wurde zwar beibehalten, doch die unabhängige und machtvolle, inspirierende und intellektuelle Kraft der grossen Göttin ging verloren. Ein wichtiger Aspekt von Imbolc ist die Tatsache, dass die junge Frau geehrt wird und mit ihr auch das Licht zurückkehrt.

Nach Imbolc war der Beginn der Fastenzeit (wurde ebenfalls vom Christentum übernommen mit dem Aschermittwoch).
Auf der einen Seite ist Imbolc ein sehr ausgelassenes Fest. Das nahende Ende des Winters wurde mit viel Tanz gefeiert und mit viel Lärm wurden der Winter und die bösen Geister vertrieben (heute die Fastnacht). Auf der anderen Seite ist die Reinigung und das innere Dunkel hinter sich zu lassen eine eher stille und konzentrierte Angelegenheit. Also beinhaltet das Fest beide Aspekte: das Wilde und das Ruhige (Kundalinimeditation).

Die Rituale zu Imbolc orientieren sich am Licht, der Reinigung und Erneuerung. Wir reinigen uns und unsere Umgebung (wie schon gesagt: der Frühjahrsputz im Haus) und kehren den Winter aus unserem Haus. Das Ausräuchern der bösen Geister wurde zelebriert. Altlasten werden entsorgt und Wohnung, Arbeitsplatz, etc. werden gereinigt (Putzen und räuchern) Daher ist unser Frühjahrsputz weder überholt, noch fehl am Platz, sondern er passt ganz gut in diese alte Tradition.

Farben für Imbolc sind weiss (Licht, Reinheit und Klarheit), Silber (Mond) und Rot (Feuer), auch weiss und grün (zeigt den Übergang vom Winter/Schnee zum Frühling/keimende Pflanzen)
Als Blumenschmuck eignen sich Schneeglöckchen, Krokusse und Birke (Baum der Brigid).
Bei den Kerzen nimmt man die jeweiligen Farben, die zu Imbolc gehören ( in der Regel weisse und rote), aber auch Honigwachskerzen sind treffend.
Imbolc ist ein Fastentag, es gibt kein Festmahl an diesem Fest. Wer nicht fasten möchte, sollte an diesem Tag nicht zu üppig essen. Milchprodukte (Milch, Joghurt, Quark, Frischkäse) und Honig (und auch Met) wurde getrunken und gegessen. Außerdem wurden kleine, runde Brote gebacken, oder später auch runde Waffeln mit Schlagsahne gegessen. Die runde Form des Gebäcks steht für das Sonnenrad und den Kreislauf des Lebens.

Da Imbolc ein Fest des Lichts, der Reinigung und des Neubeginns ist, sind die Rituale und Bräuche dieses Festes damit verknüpft.
Es ist Zeit, Deinen Körper und Deine Seele zu reinigen (zum Beispiel mit entschlackenden/entsäuernden Tees und einem Meersalzbad). Entzünde symbolisch ein neues Feuer in Deinem Herzen. Natürlich sollte die Reinigung nicht hier aufhören. Es ist der Beginn des großen Frühjahrsputzes. Reinige und räuchere Dein Haus oder Deine Wohnung aus.
Die Zeit der Planung ist auch gekommen und damit eine gute Gelegenheit zu überlegen, was man sich für die kommenden Monate vornehmen möchte und befragt das Orakel.
Früher wurde zu diesem Fest das Saatgut für die kommende Pflanzzeit gesegnet, um ein gutes Wachstum zu begünstigen; es wäre also ein guter Zeitpunkt, mit der Voraussaat im Blumentopf zu beginnen. Um der Mutter Erde für die Nahrung des letzten Jahres zu danken, dürfen wir auch einmal etwas Milch auf die Erde giessen.

Räuchermischung Imbolc
Lavendel, Lemongrass, BeifussWeihrauch silber und rot, Myrrhe, Lorbeer, Salbei, Copal, Pfefferminze, Rosmarin
 

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Sowohl Räucherung wie auch das ätherische Öl sind im Shop erhältlich.





Ostara   21. März


Frühlings-Tagundnachtgleiche

Zweimal im Jahr, nämlich zu den Tagundnachtgleichen befindet sich die Natur im Gleichgewicht. Die Tage sind gleich lang wie die Nächte. Am 21. März ist Frühlings-Tagundnachtgleiche– eine Zeit des Aufbruchs und des Wachstums. In der Natur wächst alles, hat aber noch seinen Winterschutz. Die Kraft der Neugeburt sprengt die Erde – es spriesst. Das Neue schafft sich seinen Raum. Nach der langen Zeit der Innenorientierung beginnt nun wieder die Zeit der vermehrten Außenkontakte und die Zeit der Fülle.

Ein untrügliches Zeichen für den Frühlingsbeginn ist das Konzert der Vögel. Viele sind bereits aus ihren südlichen Überwinterungsgebieten zu uns zurückgekehrt und begleiten jeden Morgen unser Erwachen mit ihrem Gesang. Ab dem 21. März sind die Tage wieder länger als die Nächte. Es ist der offizielle Frühlingsanfang. Passend zum Frühlingsanfang symbolisiert Ostara auch den Osten und die Morgenröte.

Da die Vogelwelt ebenso wie die Hühner in der Winterzeit keine Eier legen, galt der Beginn des neuen Eierlegens als sicheres Zeichen für den Frühling, für die neu beginnende Fruchtbarkeit. Hierdurch ist auch der Brauch des Eiersuchens entstanden. Die früher nicht eingesperrten Hühner legten diese ersten Eier natürlich irgendwo in der Gegend ab, also blieb den Menschen nichts anderes übrig, als diese zu suchen.

Die germanische Göttin Ostara ist die Namensgeberin unseres christlichen Osterfestes. Sie bringt das neue Licht und den neuen Frühling. Sie ist die Göttin des strahlenden Lichtes, der Erneuerung und des beginnendes Lebens. Sie ist die Göttin der Reinheit.

Ihr heiliger Baum ist die Birke, ihre heiligen Tiere sind Hasen, da sie sehr früh im Jahr Junge bekommen. Das Zeichen von Ostara ist das Ei (Urzelle allen Lebens). Überall wo sie hintritt, fängt es an zu wachsen und zu blühen. Früher wurden die Eier rot angemalt und symbolisierten das frische Blut der Göttin. Zu Ostara feiert man die Fruchtbarkeit und das Ende des Winters. Dies ist auch der Grund, warum das Osterfest mit Eiern und Hasen begangen wird. Die Fruchtbarkeits-Symbolik ist jedoch bei beiden Festen (Ostern und Ostara) gleich und auch das Thema "Auferstehung" spielt bei beiden eine wichtige Rolle: Beim heidnischen Ostara ist es die Auferstehung des neuen Vegetationsjahres und beim christlichen Ostern die Auferstehung des Gottessohnes.

Die Farben der Kerzen und der Dekoration sind grün in allen Schattierungen, gelb oder gold, weiss und grün.

Räuchermischung Ostara
Weihrauch gold und grün, Myrrhe, Salbei, Pfefferminze, Muskatblüte, Lemongrass, Rose


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Beltane  30.April / 1.Mai

Auch Walpurgisnacht genannt

In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wird Beltane gefeiert. Das Fest ist auch unter dem Begriff Walpurgisnacht bekannt. Beltane kann als“ leuchtendes Feuer“ (Bel bedeutet strahlend, leuchtend, glänzend/ Tane heisst Feuer) übersetzt werden, es ist eines der vier Mondfeste und ist das erste Sommerfest im Jahreskreis. Beltane wird gekennzeichnet durch die Wiederkehr der Vitalität, der Lebensfreude, der Fruchtbarkeit und Leidenschaft, der Schönheit der Natur und der Selbstentfaltung und Hoffnung. Der harte Winter ist überstanden, die Tage sind schon deutlich länger als die Nächte und der Frühling ist voll im Gange. An allen Ecken blüht und spriesst es und die jungen Pflanzen sind grün und saftig. Der Wunsch nach Kindern, nach fruchtbarem Land, fruchtbaren Tieren und fruchtbaren Träumen der Seele rückte in das Bewusstsein der Feiernden. Im Mai lebt die Erde auf, die Luft ist von Blütenduft erfüllt, die Wälder sind wieder grün. Der Beginn der warmen Jahreszeit wird gefeiert.
Beltane ist der höchste Feiertag (neben Samhain 31.Oktober)des Jahreskreises. Unter Anderem geht es um die Vereinigung des weiblichen und des männlichen Prinzips. Die helle Jahreshälfte beginnt.

Der Sonnengott, der in der Zwischenzeit von Jul (21. Dezember) bis Beltane zum geschlechtsreifen Jüngling herangewachsen ist, übernimmt nun wieder der Herrschaft über die Zeit. Die Mondgöttin, die die Fruchtbarkeit symbolisiert, ist zur fruchtbaren Jungfrau herangewachsen. Mann und Frau, männlich und weiblich sind nun herangereift, um Neues zu schaffen. Die Natur bricht auf, die Sonnenkraft nährt und stärkt.

Wie auch bei den anderen Jahreskreisfesten wollten die Christen das keltische Fest nicht dulden, aber sie schafften es auch nicht ab. Daher haben sie ihr eigenes Fest über Beltane „gestülpt“. Walpurga, eine Äbtissin des Klosters Heidenheim, die entweder am 1. Mai heilig gesprochen wurde oder deren Gebeine am 1. Mai nach Eichstätt überführt wurden, oder vielleicht auch beides, wurde fortan an diesem Datum geehrt und gefeiert. Der Name "Walpurga" weist übrigens auf die Walküren (heidnisch germanische Priesterinnen) hin. In der Folge hat es denn auch nicht geklappt, aus dem Maifest ein christliches Fest zu machen. Denn egal, ob man das Fest Beltane oder Walpurgisnacht nennt, bleibt es doch ein Fest mit keltischem und erotischem Touch. Vielerorts wird noch heute in der Nacht auf den 1. Mai ein Maibaum aufgestellt und reich geschmückt. Häufig ist der Maibaum eine junge Birke. Der Maibaum symbolisierte die männliche Fruchtbarkeit, junge Menschen umtanzen den Maibaum beim Tanz in den Mai. Die jungen Männer verkleideten sich häufig mit Hirschgeweih, um den gehörnten Gott der Männlichkeit zu ehren. Daraus machten die Christen später den Teufel, und dichteten den beteiligten Frauen Buhlschaft mit dem Teufel an, um sie anschliessend verbrennen zu lassen.

Man kann sich gut vorstellen, welche Gerüchte und Verteufelungen daraus entstanden sind, die dann im Mittelalter – unter anderem natürlich - zur Hexenverfolgung geführt haben.

Die Kerzen- und Dekorationsfarben für Beltane sind rot.


Räuchermischung Beltane
Iriswurzel, Labdanum, Myrrhe, Myrte, Patchouli, Rosenblüten, Sandelholz rot, Styrax, Weihrauch rot, Zimt, Damian


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Litha  21. Juni


Auch Sommersonnenwende, Mittsommer bzw. Midsomar, Johannisfest genannt

Am 21. Juni wird Litha (kommt aus dem Keltischen und bedeutet „Liebe“) gefeiert. Es ist der Tag des Jahres mit den meisten Sonnenstunden und der kürzesten Nacht. Nun ist der Wendepunkt erreicht. Unser Dank gilt der Kraft der Sonne, die unser aller Leben erst ermöglicht. Die Sonne hat ihren höchsten Stand erreicht. Es ist der längste Tag des Jahres, die Natur ist voller Leben.

Die Natur erblüht in voller Blüte und Beeren aller Sorten ( vor allem Johanniskraut,- beeren und –nüsse) können geerntet werden. Schwärme von Johanniskäfern (Glühwürmchen) sind in der Nacht zu sehen. An Litha wird das Leben in seiner Pracht gefeiert. Die Sonne und das Licht wird geehrt und die erste Ernte gesegnet. Früher wurden abends Feuerräder (aus Holz und Stroh) die Berge und Hügel hinab ins Tal gesandt als Zeichen dafür, dass die Kraft der Sonne ab jetzt wieder abnimmt. Der Sprung durch das Feuer oder der  Tanz im Rauch der Litha- Räucherung reinigte das Seelenkleid von negativen  Energien.

Es ist ein guter Zeitpunkt, zu orakeln, mit Naturgeistern in Kontakt zu treten, Altes loszulassen und Sorgen dem Sonnenwendfeuer symbolisch zu verbrennen. Die Schicksalsfäden werden an diesem Tag neu gesponnen. Man kann um Segen seiner Wünsche und Schutz bitten.

Nach dem 21. Juni werden die Tage ganz allmählich wieder kürzer. Die ersten sommerheißen Tage liegen hinter uns, auch gewittert hat es schon ordentlich. Nun macht sich die Sonne wieder auf den Weg ins Winterlager, gönnt uns vorher aber noch den Hochsommer, also Höhepunkt und Abschied.

Litha ist eines der 4 großen Sonnenfeste im Jahreskreis. Ihr Gegenstück ist Yule (Wintersonnwende am 21.Dezember). Die Kelten feierten Litha und Yule zwölf Tage lang. Zu alten Zeiten der Kelten trugen die Menschen in dieser Zeit Rauten (ruta graveolens) in ihren Händen und/oder Taschen um sich vor negativen Einflüssen zu schützt (Rautenzug am Brugger Jugendfest).

Laut etlichen Kulturanthropologen ist es ein spezielles Sonnenfest, bei dem der Sonnengott oder auch sein Stellvertreter, bei den Kelten z.B. der so genannte "Eichenkönig" Belenos oder Baldur, einen rituellen blutigen Tod erleidet. Also geht es darum, die Sonne zu feiern und zu verabschieden. Vielfach artete der blutige Tod in Enthauptung oder auch Zerfleischung aus. Im ganzen vorderen Orient wurden die damaligen Sonnenkönige unter diesen Umständen ermordet. Einer der ältesten Namen von Tammuz oder Nimrod war interessanterweise "OANNES"., als er gemäß der Mysterien zurückkehrte, nachdem er erschlagen wurde. Klingt ja wirklich ähnlich wie "JOHANNES". Oannes wird auch "Fischgott" genannt und Bacchus wird eben auch "Ichtys, "der Fisch" genannt. Alles interessante Zusammenhänge, wo das heutige Fest ja von der katholischen Kirche daraus das Fest zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers (Johannistag am 23./24. Juni; es ist die Nacht der Gnade, altes wird vergeben) machte.  Johannes taufte mit Wasser. Jesus wurde mit dem Fisch assoziiert, der Menschenfischer... Und auch Johannes der Täufer wurde ja letztendlich enthauptet, wie seine vielen mythologischen Vorgänger. Die Tochter des Herodes verlangt nach einem überaus erotisch-ekstatischen Tanz als Belohnung den Kopf des Johannes auf einem goldenen Tablett - beides Sonnensymbole.

Wie an den Tagen der Jahreskreisfeste üblich, sind in dieser Nacht die Tore zwischen den Welten weiter offen als sonst. Daher ist es wichtig, ein Feuer zu entzünden oder sich anderweitig zu schützen, damit böse Geister ferngehalten werden.
Als Farben von Litha gelten Rot in allen Schattierungen vermischt mit bunten Farben oder einzeln zu tragen und zu dekorieren wie kräftiges Gelb, Grün und Blau.


Die Sonne als weibliche Göttin

Zu guter Letzt möchte noch darauf hinweisen werden, dass in mythologischen Forschungen, besonders der Germanen und Kelten, die Sonne eine weibliche Gottheit war mit dem Namen SOL oder SUL, deren "abgetrennter goldener Kopf" noch heute im englischen Bath im Museum zu besichtigen ist.( Wieder der abgetrennte Kopf)
Sul ist auch noch in "IRMINSUL" enthalten, der Weltensäule.
Die Letten nennen sie Saule. Diese Saule sitzt auf dem Himmelsberg.

Diese Sonnengöttin wurde vor allem in matriarchalen Kulturen verehrt, wo die Frau noch ihren Platz als Priesterin, Heilerin, Kriegerin, Seherin und Schamanin hatte. Sie tanzten an diesem Fest auf den höchsten Bergen und hatten dort natürlich auch ihre Freudenfeuer.

Vor allem die nordischen Völker verehrten Sonnengöttinnen. Die Germanen, wie die Lappen, Balten, Kelten...

Auch bei den Griechen ist die Mutter des späteren männlichen Sonnengottes HELIOS die Titanin THEIA (= die Göttliche), die auch "EURYPHAESSA (= die weithin Leuchtende) genannt wird. Ihre Töchter waren EOS (= die Morgenröte) und SELENE. Also auch hier war die Sonne ursprünglich eine weibliche Göttin.

Auch die Inder hatten zuerst eine weibliche Sonnengöttin namens SURYA, die später zum männlichen Sonnengott SURYA wurde, wie das oft der Fall war im Zuge der Patriarchalisierung.

In Japan haben wir die AMATERASU.


Räuchermischung  Litha
Andornkraut, Alantwurzel, Beifuss, Benzoe Siam, Dammar, Johanniskraut, Lavendel, Orangenschale, Patchouli, Weihrauch rot und gold


Neu; das magische Öl von Anna Riva zu Litha!

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Vom Jahreskreis her ist es so ähnlich zu sehen wie beim Tag das Abendrot oder der Sonnenuntergang. Und jeder weiß, wie schön das sein kann, wie intensiv die Farben eines Sonnenuntergangs sind, das Spannungsfeld zwischen untergehendem Licht und schon heraufkommender Nacht. Und so ist es auch im Herbst, dem großen "Sonnenuntergang des Jahres".

Bei der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche tritt die Sonne in das Sternzeichen Waage, ein Zeichen der Harmonie und des Gleichgewichts - Tag und Nacht halten sich die Waage.

Räuchermischung  Mabon
Alant, Benzoe, Copal, Eukalyptus,   Iriswurzel, Lavendel, Myrrhe, Patchouli, Weihrauch rot


Neu; das magische Öl von Anna Riva zu Mabon!

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