Göttin Isis

Isis World Pentagramm
Das Pentagramm
10. September 2017

Göttin Isis

Isis World Göttin Isis

Hohepriesterin, Heilerin, Magierin und vieles mehr

Isis war eine der mächtigsten Gottheiten im alten Ägypten. Sie meistert in den Mythen jede Situation, mag sie noch so hoffnungslos erscheinen. Das machte sie zur Identifikationsfigur der Menschen damals wie auch heute.

Wer ist die Göttin Isis?

Sie ist Muttergöttin, somit auch eine Fruchtbarkeitsgöttin, Erdengöttin und Vegetationsgöttin, eine Mondgöttin und eine Himmelsgöttin. Sie regelt in ihren Funktionen den gesamten Lebenskreislauf und ist außerdem die Gebieterin über die Elemente. Sie ist die erstgeborene Tochter der Göttin Nut, Göttin des Himmels und dem Erdgott Geb.

Als mächtige Göttin der Magie und Heilkunst, vermag sie es die Toten zum Leben zu erwecken. Sie kann aber auch als Vogelgöttin in beliebige Welten fliegen und ist somit die Hüterin der Weisheit des gesamten Universums, die darum das vollkommene Wissen hat. Außerdem steht sie auch für die Transformation und die zweifache Geburt (Wiedergeburt), denn Vögel werden laut altägyptischen Glauben immer zweimal geboren – einmal als Ei und noch einmal als Küken.

Anders als die anderen ägyptischen Göttinnen verbrachte Isis viel Zeit mit ihren Menschen und lehrte sie wie man Korn mahl und Brot buk, Flachs wob und Kleidung herstellte und vieles mehr. Isis lehrte den Menschen die Kunst der Sprache, des Lesens und Zeichnens. Die daraus entstandene Architektur, deren prächtige, gigantische Werke, können wir noch immer bewundern.

Die Geschichte von Göttin Isis

Isis begründete eine hochangesehene Mysterien- und Heilerschule und bildete eine Vielzahl von Frauen in Heilkunst, Medialität und den Geheimwissenschaften aus. Es wurden nur und ausschließlich Frauen aufgenommen, die in einer intensiven Ausbildung zu wahren Priesterinnen erzogen wurden. Um im Tempel der Isis eingeweiht zu werden, mussten die Frauen ihre körperliche Jungfräulichkeit bewahren und eine Vielzahl von Prüfungen ablegen. Die Ausbildung dauerte insgesamt 40 Jahre.

Auf alten Darstellungen sieht man Göttin Isis oft, wie sie mit ihren ausgebreiteten Schwingen ihre Menschen(-kinder) beschützt. Häufig hält sie auch ein Ankhkreuz in der einen Hand und in der anderen Hand ein Pendel (heute bekannt als Isispendel). Auf dem Kopf trägt sie die Krone, diese wird in Form von Kuhhörnern dargestellt, in denen die Sonnenscheibe bzw. die Vollmondscheibe ruht. Wegen ihrer mütterlichen Eigenschaften wurde sie ab und zu als Schwein dargestellt, aber ihr Tier sind die Hunde, welche ihr immer zur Seite stehen.

Ausgehend vom alten Ägypten wurde Göttin Isis später überall in der griechisch-römischen Welt und sogar bis hin zum Rhein-Gebiet (Gallien) verehrt. Um ca. 80 v. Chr. gelangte der Isis-Kult dann nach Rom und erlebte dort im gesamten römischen Reich eine Blütezeit, bis er jedoch vier Jahrhunderte später vom Christentum absorbiert und mit der Jungfrau Maria gleichgesetzt wurde. Die Anhänger der Göttin Isis gründeten so den ersten Madonnen Kult, um Isis` Seele am Leben zu erhalten. Manche Christen nannten sich selbst Pastophori, das bedeutet, die Hüter der Diener von Isis. Das Wort „Pastor“ stammt eventuell vom Begriff Patophorie her. Isis mit dem Horusknaben auf dem Schoß verwandelte sich zu Maria mit dem Jesuskind.

Isis kann in allen Belangen um Unterstützung gebeten werden. Isis ist das was „war“, was „ist“ und das was „sein wird“, also der Inbegriff des Seins. Dieses Selbstverständnis überträgt sie gerne auf die Frauen, indem sie diese lehrt sich selbst zu „nähren“ und aus sich selbst heraus zu gedeihen. Natürlich sorgt sie aber auch für den Schutz der Kinder und für eine wirkungsvolle Magie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.